Forum 2018

Konsens oder Wettstreit - Modi politischer Ideenfindung

Was prägt den politischen Diskurs der Bundesrepublik Deutschland? Oder vielmehr: Was sollte ihn prägen? Ein vergleichender Blick auf das politische Klima noch gar nicht so lange zurückliegender Zeiten vermittelt den Eindruck, dass an die Stelle von Wettstreit zwischen klar unterscheidbaren politischen Profilen ein zunehmender parteiübergreifender Konsens über die meisten Richtungsentscheidungen getreten ist, gestritten wird nur noch um die Details der Umsetzung.

Droht eine übermäßige Verengung des Ideenspektrums? Werden Konzepte, die unvoreingenommen betrachtet nicht undenkbar erscheinen, von der überwiegenden Mehrheit der politischen Akteure gar nicht in Erwägung gezogen? Beispiele wären ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone, eine massive Regulierung der Finanzmärkte nach der Finanzkrise und die Inkaufnahme des Verlustes von Arbeitsplätzen zugunsten etwa des Klimaschutzes. Anschaulich spiegelt sich der Konsens in der Ruhe im Bundestag wider – man denke an die Gefechte Wehners und Strauß’ zurück.

Doch ist Konsens nicht andererseits Garant von Stabilität? Scheint der Wähler den Konsens nicht auch zu schätzen? Umfragen nach der beliebtesten Koalitionsoption führt fast immer die Große Koalition an, innerparteiliche Streitigkeiten ziehen Verluste nach sich und die besten Ergebnisse erzielen Politiker, die stark mittig orientiert sind und wenig polarisieren, doch gleichzeitig nehmen die Anteile von Parteien am Rand des politischen Spektrums zu. Was also ist zu bevorzugen – Konsens oder Wettstreit der Ideen?

Das Podium

Wolfgang Kubicki, MdB

Prof. Dr. Peer Steinbrück

Dr. Barbara Hendricks, MdB

Prof. Dr. Jürgen Falter

Prof. Dr. Uwe Volkmann

Rupert Weileder

Vizepräsident des Deutschen Bundestages und stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP

Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen a.D. und Bundesminister der Finanzen a.D.

Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit a.D.

Professor für Politikwissenschaft an der Universität Mainz

Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Stipendiat der Stiftung Maximilianeum



Die Moderation übernimmt Prof. Andreas Bönte, stellvertretender Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks und Leiter des Programmbereichs BR Fernsehen, ARD-alpha und 3sat.

Programm

Das Forum Maximilianeum findet statt am 23. Mai 2018 und umfasst folgende Programmpunkte:

  • ab 18.45 Uhr Einlass
  • um 19.30 Uhr Beginn der Podiumsdiskussion im Senatssaal mit anschließender Fragerunde
  • ab ca. 21.30 Uhr Stehempfang zum Ausklang des Abends im Steinernen Saal

Bitte beachten Sie: Es findet voraussichtlich eine Aufzeichnung des Forum Maximilianeum mit anschließender Ausstrahlung im Bayerischen Rundfunk statt. Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich damit ausdrücklich einverstanden.

 

Im Falle etwaiger Nachfragen erreichen Sie uns unter kontakt@forum-maximilianeum.de.