Forum 2019

Gentechnik für die Welt – globale Gefahr oder humanitäre Pflicht?

Im Jahr 2016 unterzeichnete eine Gruppe von 138 Nobelpreisträgerinnen und -trägern einen Aufruf an die Weltöffentlichkeit, sich dem Einsatz moderner Biotechnologie und Gentechnik in der Landwirtschaft zu öffnen. Speziell in der Entwicklungshilfe könnten genetisch veränderte Pflanzen einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Mangelernährung leisten. Der umweltpolitische Widerstand, der Menschenleben in Entwicklungsländern aufs Spiel setze, wird mit einem „Verbrechen gegen die Menschlichkeit” verglichen. Aber ist dieser Lösungsansatz nicht verantwortungslos? Können wir eine vergleichsweise junge Technologie bedenkenlos exportieren, die in unserer Gesellschaft noch auf großes Misstrauen stößt? Woher kommen die gesundheitlichen und ökologischen Bedenken? Sind diese wirklich so gerechtfertigt, wie Gentechnikkritiker behaupten? Werden auf der anderen Seite Risiken aus wirtschaftlichen Interessen heruntergespielt?

 

Könnten wir mit konventionellen Methoden nicht ähnliche Erfolge im Kampf gegen den Welthunger erringen? Laufen wir bei zu großer Zurückhaltung Gefahr, technologisch von anderen Ländern abgehängt zu werden? Ist hingegen diese besondere Vorsicht angesichts der gravierenden Eingriffe in das Ökosystem nicht sogar zwingend erforderlich? Was ist nun also das “Verbrechen gegen die Menschlichkeit” - Gentechnik gegen massive Bedenken von Gesellschaft und Umweltverbänden zu verwenden oder sie trotz Wissen um ihr Potential zurückzuhalten?

Das Podium

Harald Ebner, MdB*

Katharina Willkomm, MdB

Prof. Dr. Hans-Jörg Jacobsen

Bertram Verhaag

Robert Macsics

Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik

Sprecherin für Verbraucherschutz der Freien Demokraten im Bundestag

Professor am Institut für Pflanzengenetik der Universität Hannover

Regisseur und Dokumentarfilmproduzent

Stipendiat der Stiftung Maximilianeum


* Aufgrund von Terminproblemen wird nun Harald Ebner anstelle von Jürgen Trittin an der Veranstaltung teilnehmen.


Die Moderation übernimmt Prof. Andreas Bönte, stellvertretender Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks und Leiter des Programmbereichs BR Fernsehen, ARD-alpha und 3sat.

Programm

Das Forum Maximilianeum findet statt am 12. Juni 2019 und umfasst folgende Programmpunkte:

  • ab 18.45 Uhr Einlass
  • um 19.30 Uhr Beginn der Podiumsdiskussion im Senatssaal mit anschließender Fragerunde
  • ab ca. 21.30 Uhr Stehempfang zum Ausklang des Abends im Steinernen Saal

Im Falle etwaiger Nachfragen erreichen Sie uns gerne unter kontakt@forum-maximilianeum.de.


Melden Sie sich bitte bis zum 5. Juni hier an.